Corona und wie es weiter geht… (Teil 2)

…das, was zumindest wir oder sagen wir mit vielen vielen anderen gemeinsam schon über eine Woche praktiziert haben, zeigt Wirkung. Doch sind die Zahlen der Neuinfektionen – Vorsicht, man muss sagen der als Corona-positiv getesteten Personen – weiter alarmierend und: wir wissen jetzt, wir brauchen ein langen, nein laaaangen Atem, in der Bewältigung der Ausbreitung bzw. Eindämmung dieser uuund einen mehrfach so langen in der Bewältigung der weltweiten Krise. Ich hoffe ihr mögt noch weiterlesen, denn da folgt…

…vor allem persönliches, aber (welt)politisches und TIPPS (und TRICKS 😉 ) Toni und ich haben uns die erste Woche der so gut wie Heimquarantäne – eine echte muss es ja bei uns Gott sei Dank nicht sein! – so gut es geht um die Ohren geschlagen. Pfff, nein uff: ich weiß, das sagt man eigentlich eher bei durchwachten Nächten, und genau solche waren es Gott sei Dank nicht. Aber es war eine lange Woche… mit immer neuen Meldungen, mit alarmierenden Zahlen, die hier in Österreich aufgrund der Maßnahmen wohl ansonsten noch schlimmer sein hätten können und doch… mit manchmal Streitereien und oft Arrangements, viel Kochen und Putzen und vor allem einer emotionalen Achterbahn – letztere zumindest bei mir!

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Sogar A1 sagt es uns #bleibdaheim“… (links oben)

Seit zwei Tagen wissen wir auch, die Maßnahmen werden bis Ostermontag, der ist in ca. drei Wochen, ausgedehnt – nicht gelockert – nein, bei weitem nicht. Und unser Bundeskanzler spricht auch nur von einer „schrittweisen“ Rückkehr in die Normalität danach. Schlimmstenfalls – und das könnte uns drohen, wenn weiter etwa fünf Prozent der einheimischen Bevölkerung ignorant verrückt spielen – wird uns auch die „FF“ (nein, Irrtum es ist nicht die freiwillige Feuerwehr, gemeint ist hier von mir vielmehr die FrischluftFreizeit 😉 gestrichen und es kommt zu echten Ausgangsverboten… – worst case in Austria! 😦

So weit  – so gut…

Ich für meinen Teil bevölkere – dank der Akzeptanz meines Chefs – derzeit mein Office des Wochenends – und zwar allein und sozusagen isoliert (da sozial isoliert), zumal es ja doch Tätigkeiten gibt… die ein von daheim aus erledigen leider nicht möglich machen und es ist, wie es nun mal ist. Alles ist „runtergefahren“  und alles läuft in einem „Art Notbetrieb“. Andererseits muss es Menschen geben, die dennoch – in sehr eingeschränktem Ausmaß freilich – ihre Arbeiten verrichten und dafür wohl auch bezahlt werden wollen / sollen / müssen. Sidestep: Besonders schwer trifft es natürlich zur Zeit alle EPUs und KMUs; aber auch größere Unternehmen, die Kurzarbeit eingeführt haben, kämpfen ums Überleben, können sich keine lange „Auszeit“ leisten.

Das (fast – siehe „FF“ 😉 ) den ganzen Tag daheim sein, gewinnt an Struktur, dh. vielmehr der Tagesablauf. Freilich gibt’s Phasen, wo man gebannt vor der rasch einberufenen Pressekonferenz die bereits verplante Zeit dann doch anders nutzt und schnell mal das TV-Gerät einschaltet… Aber man beginnt sich beim „daheim sein und sein“ fixe Zeiten für (gemeinsames) Essen etc. einzurichten. Und das ist gut so. Wenn ihr das noch nicht tut, dann bitte macht das jetzt, ab sofort! BITTE, denn es tut uns gut, auch privat gewisse Strukturen aufrechtzuerhalten und fixe Abläufe zu haben. Letztlich klammert man sich dann an diese wie einen Strohhalm… (zwischendurch muss ja auch mal ein bissl geweint und die Situation als solches betrauert werden… 😉 naja zumindest bei mir, da nah am Wasser gebaut) Vermutlich wird es sogar zum Ritual wie eine Gute-Nacht-Geschichte für Kinder.

Tja und dann kommt hier auch noch eine – zumindest für mich – aber ich bin mir ziemlich sicher auch für andere – wichtige Komponente dazu: auch der Magen will nicht über- aber doch rechtzeitig gefüllt werden. Auch das spielt jetzt vielleicht eine größere ROLLE als sonst, wir wollen ja nicht danach nur mehr ROLLEN… you understand 😉 , aber auch nicht als HUNGERHAKEN daherkommen. Bei uns gibt es nun immer feste Zeiten fürs Frühstück und Mittagessen, wo alle wichtigen Nährstoffe zu sich genommen werden – das Abendessen lasse ich bewusst manchmal ausfallen… Obst als Jause zwischendurch darf sein!

Soviel privates und doch… schauen wir über den Tellerrand unserer kleinen Familie, entdecken wir, dass es viele ähnlich machen, aber auch dass es in vielen anderen Ländern „drunter und drüber“ geht. Während England und die Niederlande zu Beginn des Ausbruchs noch auf eine sogenannte Herdenimmunität setzten, haben wir in unserem Nachbarland Italien und auch in Spanien (wo die Zahlen der Todesfälle alarmierend hoch sind) und Frankreich strengste Ausgangsperren und Militärkontrollen auf den Straßen. Manch einem älteren Menschen setzen derartige im TV transportierten Bilder so zu, dass sie gar Analogien zu Kriegen herstellen. Ein Disaster? Ja, auch ein seelisches, wenn man so will.

Wir haben zwei Dinge: wir haben uns und wir haben rund um uns offensichtlich eine sehr vernunft-orientierte Politik (und das ist NICHT Parteipolitik!), die augenscheinlich einen Rahmen herstellt, der nun wichtig und richtig und letztendlich gut für uns ist. Wir dürfen wenig und doch noch immer viel. Wir haben zu essen, trinken und „pflegen“ (siehe Drogeriefachhandel) und frische Luft – und das täglich und zu beinah uneingeschränkten Zeiten – der Lebensmittelhandel tut sein möglichstes und die frische Luft steht uns zur Verfügung wann immer wir es wollen und brauchen. Nutzen wir dies nicht für ausgedehnte Wanderungen, Mountainbiketouren etc. schon rasch könnte dies auch beschränkt / begrenzt oder gar ganz abgeschafft werden.

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Darüber hinaus haben wir aber nach wie vor auch viele Sorgen und Ängste, deren Befürchtungen – und ich schreibe das jetzt bewusst, da es viele gibt, die sich darüber Gedanken machen – hoffentlich nie wirklich eintreten werden: es gibt eine sehr große Knappheit (auch das Fehlen wird bereits bestätigt) an Schutzausrüstungen und Desinfektionsmitteln. Es gibt angeblich für medizinisches Personal zu wenig brauchbare Gesichtsmasken und auch Schutzbekleidung. Deshalb kann ich nur an euch, nein an UNS alle appellieren: Rennt um Gottes Willen NICHT mit Masken und / oder Mundschutz vor die Tür – zum einen: wer selbst gesund ist, dem nützt dieser Mundschutz rein gar nichts und zum anderen: wer ’s nicht ist, MUSS sowieso daheim bleiben. Wenn wir nämlich beginnen, verrückt zu spielen, wird es nicht mehr lang dauern und all das nimmt auch hierzulande dramatischere Ausmaße an als es unbedingt nötig ist.

Die BUSSI-BUSSI-GESELLSCHAFT hat jetzt nämlich mal ab sofort Pause!

Zum Schluss noch ein Wort zum SELBSTSCHUTZ: Wer derzeit wenn er das Haus verlässt, gerne Handschuhe trägt, soll dies ruhig tun! Es ist für viele vielleicht schon eine Beruhigungsmaßnahme. Der wichtigste effizienteste Schutz ist für Otto, Ulli oder wie auch immer wir heißen 😉 Normalverbraucher (ich spreche hier jetzt nicht von medizinischem Personal, Pflegekräften etc.) noch immer und wird es aus in Hinkunft bleiben: Hände waschen und nochmals Hände waschen – und das öfters als sonst (natürlich sofort wenn ihr „von draußen“ kommt) und GRÜNDLICH – MIT WASSER UND SEIFE! Und der zweit(wichtigst)e: Abstand halten und nochmals ABSTAND HALTEN. Die BUSSI-BUSSI-GESELLSCHAFT hat jetzt nämlich mal ab sofort Pause! – EIN METER ABSTAND ist der Schlüssel – für viele nicht freiwillig, aber in dem Fall durchaus Zwangsverordnet und zum Schutz jedes einzelnen! Bitte macht das, bitte befolgt das und

BITTE BLEIBT GESUND – ich bleib es auch

❤ lich

eure ULLI

Teil 1: Unser Leben mit Corona oder: das Corona-life findet ihr hier!

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Bilder: Ulrike Drexler-Zack, Bundeskanzleramt, Instagram

7 Gedanken zu “Corona und wie es weiter geht… (Teil 2)

  1. Hallo Ulli,
    Herdenimmunität würde ja bedeuten, dass das Gesundheitssystem an seine Grenzen stößt oder sogar zusammenbricht und viele Menschen sterben. Da finde ich es besser, dass die deutsche Regierung die Kurve flach halten will. Auch wenn die Pandemie dann länger dauert. Ich versuche, mich mit den Gegebenheiten zu arrangieren, ich kann sowieso nichts ändern. Ich finde es toll, wieviel Kreativität man z.Zt. beobachten kann. Der Mensch ist halt sehr anpassungsfähig.
    Halte die Öhrchen steif!
    LG Reni

    Gefällt 1 Person

    1. Liebe Reni,
      Dzt bin ich – auch wenn sonst bei weitem nicht immer – ganz einverstanden mit unserer sehr umsichtigen u auch „einschränkenden“ Regierung ! Wir lassen da ja – wie du sicher weißt – größtmögliche Vorsicht und Sorgfalt walten. Hoffen wir, dass es nützt ! Du bist total toll, wenn du jetzt einfach mal daheim bleibst – ihr wohnt ja Gott sei dank schön u habt sogar einen Garten !!!
      Ich wünsche dir von ❤️en „bleib gesund“ und alles gute
      Ulli

      Liken

      1. Ja, ich bin auch sehr dankbar für unseren kleinen Garten. Mir tun die Menschen wirklich leid, die in einer Wohnung ohne Balkon wohnen. Besonders wenn sie Kinder haben. Zum Glück dürfen Familien hier noch spazieren gehen!
        Dir auch alles Liebe und Gute und v.a. bleib gesund!
        Reni

        Gefällt 1 Person

  2. Liebe Ulli,
    hast wieder auf deine liebevolle, authentische Art und Weise den Nagel auf den Kopf getroffen 🙏
    Lese DiCH immer wieder gerne😘
    Alles Liebe 11ie
    🍀🍀🍀🌈🌈🌈☀️☀️☀️
    „Bleib gesund, ich bleib es auch“💪

    Gefällt 1 Person

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