Unser Leben mit Corona oder: das Corona-life, Teil 1

Als ich beschloss, von jetzt an, vieles nieder zu schreiben, weil das, was gerade passiert, anscheinend nicht nur die Welt, sondern auch ganz entschieden mein Leben verändert, hatten sich die Ereignisse bereits überschlagen. In nur wenigen Wochen, nein Tagen und mitunter auch Stunden hatten die Entscheidungen und Beschlüsse der Regierung das Leben in unserem Land in ein anderes verwandelt. Für viele, ich möchte meinen, die meisten von uns die größte Challenge, die größte Herausforderung, seit sie auf der Welt waren, auch für mich – zweifellos. Die Herausforderung nicht annehmen? Geht nicht, weil: da müssen WIR jetzt durch.

So richtig aufgefallen ist es mir gestern nach den wohl schon letzte Woche hin und wieder geflossenen Tränen: unser Leben, mein Leben verändert sich gerade und ist dabei, nicht mehr dasselbe zu sein. Statt ins Büro geht es vor das TV-Gerät. Die neueste Meldung: über 1000 mit dem Coronavirus (Covid-19) Infizierte in meinem Heimatland Österreich. Uff. Irgendwie will es nicht so recht zu mir vordringen. Zeitweise weigere ich mich einfach noch immer die Tatsache, dass es eben zur Zeit ist, wie es ist, zu akzeptieren. Dann reagiere ich wieder cool und vor allem sachlich: Es ist, wie es ist und wir müssen annehmen, ja hinnehmen, was bis jetzt schon alles passiert ist. ABER: wir müssen auch sofort und zwar wirklich SOFORT, dh. nicht ab morgen oder vielleicht erst übermorgen – ihr merkt wovon ich spreche… -, sondern jetzt gleich damit anzufangen. Mit zuhause bleiben, mit nur mehr wirklich dringenden Erledigungen außer Haus für uns und ANDERE, die vielleicht nicht mehr aus dem Haus gehen können oder sollen (ab 65!!!) und mit Verrichten von beruflich nicht Aufschiebarem!

Und diese für manche leider als übertrieben erscheinende aber in meinen und auch in den Augen vieler anderer völlig zu recht verordneten Beschränkungen und Einschränkungen auf uns nehmen. Aja, es kam dann doch eine vierter und somit letzter Punkt dazu: für Bewegung im Freien (in meinen Augen nötig, wie ein Stückerl Brot) ALLEIN oder mit jemand im selben Haushalt lebenden und mit einem Mindestabstand von einem Meter zu anderen darf man auch raus – spazieren gehen, sich die Beine vertreten, in meinen Augen, mehr noch das Hirn auslüften, vielleicht auch die Seele etwas leichter machen…

Das war, nein das IST schon ganz schön viel (verlangt). Die Frage, die sich mir dabei stellt, ist nicht nur jene, ob es schlimm ist, dass man so wenig wie möglich rausgehen soll und das dann auch einhält. Vielmehr beschäftigt mich: wie mit dem Thema umgehen, dass man ja doch ein schönes Stück in seiner eigenen Bewegungsfreiheit eingeschränkt ist/wird und damit meine ich nicht nur die echte, die körperliche, sondern eben vor allem auch die geistige … das Wissen darum, dass alles weitere schon ein Zuviel wäre – ein Zuviel für sich, möglicherweise aber auch für die anderen, mit denen man lebt, auf die man schaut. Uff, ganz schön harter Tobak und doch alles andere als unverständlich in Anbetracht der Tatsachen. Verstehen können und wollen es nur manche nicht, die entweder zu wenig im Hirn oder aber auch Herz für ihre Mitmenschen haben bzw. denen ihr eigenes Leben nix wert ist. Das ist und klingt jetzt sicher hart, aber im Prinzip ist es die Wahrheit und die ist dem Menschen zumutbar.

Tja und der zweite, wohl nicht nur für mich brennende Punkt: Wie lang wir all das dauern und wird es letztendlich wirklich auch den erhofften, den gewünschten Erfolg – nämlich die VERLANGSAMUNG der AUSBREITUNG des VIRUS – haben? Wird es wohl hoffentlich Sinn machen? Uns 1000e Tote wie in Italien ersparen? – Während ich nämlich vor etwa einer Woche noch  bei der „Zeit im Bild“ echt geheult hab, als Bilder der Intensivstationen oder auch der menschenleeren Straßen meines Lieblingsurlaubslandes gezeigt wurden, sorge ich mich inzwischen um uns!

Tja und immer wieder sind da Ängste, die das Gefühl des doch ein wenig auch „eingesperrt seins“ völlig überragen. Genügt es, wird es uns verschonen oder besser nur schonen, denn verschont bleibt derzeit nichts, kein Land, keine Stadt, kein Dorf.

Diese Ängste zerstreuen geht übrigens gut mit: TUN im Sinn von etwas tun, das die Aufmerksamkeit benötigt z. b. ein Kreuzworträtsel lösen oder auch ein gutes Buch lesen, wenn die Gedanken sich nicht beim Lesen heimlich davon stehlen und  wieder dem Virus zuwenden… ein Wohnungsworkout machen – MIT Musik, ruhig mal etwas lauter, die Nachbarn werden es tagsüber sicher verzeihen… und telefonieren und dabei auch mal von was anderem reden als vom… eh scho wissen. Und ebenso wichtig – für mich zumindest: mal ein paar tränen vergießen dürfen, ohne sich dabei schwach zu fühlen, nachher – wenn’s einen nicht mehr so „druckt“… geht’s oft schon viel leichter!

Weitere wichtige Erfahrung: Nicht zuviel Nachrichten hören, schauen, lesen, aber genug. Also in etwa soviel, dass man auch über die wichtigen nächsten (neuen) Schritte der Regierung informiert ist – sozusagen net  blöd stirbt – sorry das war hier jetzt wirklich nur redensartlich… (sarkastisch) und: jetzt – und das mein ich wie ich’s sag bzw. schreib – ganz wichtig: NICHT hungern/fasten, gut (gesund – Zeit hamma ja auch – zumindest viele von uns mehr als sonst) essen! Sich um Gottes willen in der Beziehung keine Einschränkungen auferlegen. Das wäre kontraproduktiv. Wer seine sich für die Fastenzeit auferlegten Entbehrungen fortsetzen möchte und zb zur Zeit keine Süßigkeiten isst, soll sich mal was gutes mit viel Obst tun oder auch ein Bananenbrot (hmmm – ->> zu meinem Rezept) backen.

Sich zwischendurch was gönnen – Balsam für Gaumen und Seele (Fotos/ Grafiken: UDZ, Bundeskanzleramt)

Vielleicht nur ein paar Tipps, die helfen können diese HOMETIME zu überbrücken. Und ich weiß, das ist NICHT einfach und leicht und verlangt einem ganz schön was ab – nicht gerade körperlich schmerzlich 😉 , aber doch eine Beschneidung der persönlichen Freiheit. Auch wissen wir ja noch nicht, FÜR wie lang, wissen nicht, WOFÜR (also ob es sich dann wohl auch wirklich auszahlt, dieses Separieren, dieses angeordnete Kasernieren in der eigenen Wohnung, dem eigenen Haus), aber es muss sein und wir müssen verdammt noch mal da durch!

Was ich jetzt schon weiß: Ihr seid nicht feig, ihr seid mutig, ihr seid so stark, dass WIR zumindest was Österreich betrifft, etwas bewirken und viele/-s in unserem Land retten können.

#staypositive #staystrong #stayhealty

BLEIBT GESUND, ich bleib es auch!

Von ❤

eure Ulli

Hinweis / Tipp in eigner Sache: den Beitrag „Corona und wie es weiter geht“ findet ihr hier !

Toilettpapier ist in Österreich offensichtlich ein Synonym für Sicherheit, Hygiene, gute Vorratshaltung – whatever! Nehmt nicht die letzte Packung, wenn ihr eh schon eine habt! 

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Fotos, Grafiken: UDZ, Bundeskanzleramt

2 Gedanken zu “Unser Leben mit Corona oder: das Corona-life, Teil 1

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