SINGLELEBEN bedeutet nicht EINSAMKEIT

…und als ich gerade mitten im Lebensmittelgeschäft stand, wurde mir einmal mehr bewusst: „Du lebst jetzt allein, du musst dich nicht ums Essen anderer kümmern“ und „Du darfst tun und lassen was du willst. Fast immer und jederzeit. Bloß: Willst du das überhaupt?“

Die Erfahrung allein zu leben hatte ich bereits einmal gemacht: Vor ziemlich genau 28 Jahren lebte ich etwa 2,5 Jahre allein; 1,5 Jahre davon als echter Single; die restliche Zeit in Beziehung mit meinem mittlerweile Ex- und damals noch zukünftigem Mann. Ich kenne es also – zumindest ein wenig: das Singleleben. Aber: „Genoss ich es damals überhaupt?“ und: „Genieß‘ ich es jetzt?“

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All pics are made by me (u. drexler-zack)

Abgesehen von all den pragmatischen Überlegungen, dass das Alleine leben eben einfach teurer und emotional einsamer ist bzw. „sich“ für viele in etwa „so“ „anfühlen mag“ und allein lebende Menschen auch früher sterben (jaja lacht nur, das wiederum ist auch statistisch erwiesen! 😉 ), birgt es auch viele Vorteile. DIE werden einem freilich oft erst auf den zweiten Blick bewusst.

Und ebenso abgesehen von allem realistischen, messbaren, wie z. B. (Geld-)Ersparnis etc. braucht es eben auch eine gehörige Portion an Kompromissbereitschaft nicht nur seinen Wohnraum (wir leben ja schließlich anstatt in einer WG in einer Partnerschaft – so will ich es für alle, die es aktuell auch tun wohl auch hoffen 😉 ), sondern auch sein restlichen Leben zu teilen. Sich immer wieder mit dem anderen abstimmen, was Essens-/Ausgeh- und auch Zuhause-Sein-Gewohn-/Gepflogenheiten betrifft ist –, sofern frisch verliebt – durchaus easy, kann aber auch zur Gratwanderung werden.

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Zum Beispiel wenn da doch recht unterschiedliche Charaktere (Stichwort Morgenmuffel und Nachteule bzw. die gegenteiligen) aufeinandertreffen und einander im „ganz normalen Alltag“ das Leben nicht unbedingt leichter machen. Und so geht es mir zwischen der Entscheidung „Was koch ich?“ und dem kurzfristig gefällten Entschluss, den Abend vielleicht doch außer Haus zu verbringen anstatt in trauter „ZWEISAMkeit“ mit mir selbst (pardon das Wort Einsamkeit ist da durchaus nicht angebracht) das Buch zu lesen, mal ganz in Ruhe den Film zu schauen, doch recht gut…

 

img_6928Ich genieße und versuche, was ich eigentlich eh immer tu: das beste aus der derzeitigen Situation zu machen, sie durchaus auch mal als Challenge, ja als echte Herausforderung anzuerkennen und bereit sein, diese auch anzunehmen. Und auch: All das zu lernen, was ich (vielleicht doch noch) nicht so gut kann… Ob daraus nun der eingefleischte Single entsteht und mein (mitunter durchaus eigenbrötlerisches) Dasein für immer so bleiben muss… habe ich letztlich selbst in Händen und vor allem auch im Herzen ❤

Xoxo

Ulli

Ps: Das berühmt-berüchtigte „SINGLE BELLS“ wird’s bei mir dennoch nicht geben, denn ab dem Wochenende vor Weihnachten ist die Bude ja wieder voll, jawoll!

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2 Gedanken zu “SINGLELEBEN bedeutet nicht EINSAMKEIT

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