„Al Pomodoro“ oder: Was die Tomate uns zu sagen hatte…

Vorweg: wir waren hier leider nicht zum ersten Mal, denn schon als es einmal „Die Klöcher (Perle)“, ein recht wein- naja und bierseliges Lokal, hier gab, waren wir zu Gast und  verbinden allein mit der Location … nicht nur, sagen wir nicht ausschließlich gutes. Aber das ist jetzt anders; schon beim Betreten des Lokals sehen, spüren und am allermeisten riechen wir: Hier ist Italien (daheim) und ja natürlich hier isst es sich italienisch auf das vorzüglichste – leider war an einem frühen Sonntagnachmittag der Hunger nicht so riesig, aber das macht gar nix, denn wir werden – ach was heißt werden –  wir KOMMEN wieder einmal oder auch zwei-, drei… Mal. Ok ich hör mit dem „Schmähführen“* schon auf… ihr wollt ja sicher wissen, was die Damen, nein keine ragazze mehr, vielmehr Signorinas, und meine Wenigkeit gegessen (getrunken) haben…

Für unsere Antonia, die sofort persönlich angesprochen wurde mit dem freilich auch italienisch völlig gleichlautendem Namen, wurde erst Suppe aufgetragen. Nein sie wurde vielmehr im Töpfchen serviert (kein Foto – unglaublicher Fauxpas, jaja beim nächsten Mal) und war eine Tomatensuppe, so wurden wir gleich mit dem Namen des Lokals auch kulinarisch vertraut… und Toni pardon Antonia ließ mich natürlich kosten, aber wirklich nur ein Löfferl, war sie doch fast zu gut zum Teilen – die zuppa pomodoro.

Anschließend ließ ich mich mit Gnocchi verwöhnen, die gleich zwei Lieblingszutaten von mir, nämlich einerseits Wildgarnelen und andererseits Zucchini in sich vereinten… was ich damit sagen will? Nun, wenn m i r mal fast die Wort fehlen… soll das schon was heißen. Was ich jetzt weiß: Ich will niie wieder andere Garnelen, niiie wieder. Und auch die Gnocchi hatten was, was nicht alle Gnocchi haben… den Geschmack von Italien eben. Dazwischen muss ich übrigens betonen, dass wir derartiges, also derartig gutes in der nach wie vor holzgetäfelten durchaus seeehr rustikal wirkenden Stube nicht vermutet hätten, ebenso wenig wie diesen Pinot Grigio (der übrigens gerne glasweise konsumiert werden kann). Die Damen, scusi, le signorine, labten sich entgegen  ihrer sonstigen Art an Fruchtsäften und nach meinem doch verwunderten Blick in die Karte, die uns übrigens auf einem Holzbrett „serviert“ wurde, und besagte, dass auch das Leitungswasser berechnet würde, fanden wir es auf der Rechnung – Gott sei Dank ! ich hätte ansonsten glatt streiten können – letztlich doch nicht.

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Achja die Damen, übrigens wurde auch Stephanie, eigentlich Stephi genannt, von mir allerdings als Stephania gleich ins Italienische übersetzt, per Namensnennung mit ihrer Pizza beglückt und ich durfte doch tatsächlich Teile davon – den Rand nämlich, den ich sehr liebe, zum Auftunken der Sauce meiner Gnocchi verwenden… herrlich pardon es war nahezu himmlisch.

Und so bleibt mir nur als einzigen wirklich nicht sehr salonfähigen Punkt diese kleine Kritik: ein echter Italiener o h n e Kaffeemaschine geht gar nicht! Oder doch? Es gibt ihn ja, aber wirklich mit dem Versprechen bei unserem nächsten Besuch für einen Gratis-Kaffee zu sorgen.

Xoxo

Ulli

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Fotos: U.Drexler-Zack

Ich persönlich bevorzuge es, derartige Geschichten ohne Nennung des Preises zu schreiben. Wer allerdings unbedingt eine Richtschnur will -> die Preise entsprechen der gehobenen Mittelklasse und auch die Pizze sind nicht gerade günstig, aber preiswert, meint: sie sind ihr Geld aufgrund der Zubereitungsart und der verwendeten Zutaten allemal wert. Wer gerne tiefer (als wir an diesem Sonntagnachmittag mit den Nachwirkungen eines Balles in den Gliedern) in die Tasche greifen möchte und nach DEM Essen nicht satt ist bzw. noch ein wenig Platz für Dolce hat… wird – sofern auch noch ein Flascherl Wein konsumiert wird – mehr bezahlen, sich aber vermutlich dennoch nicht verraten und verkauft vorkommen – wie gesagt: Qualität hat ihren Preis!

Achtung: Zumindest derzeit wird ausschließlich Bares  getreu dem Motto „Nur Bares ist Wahres“ als Zahlungsmittel akzeptiert.

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