Im WECHSEL der ZEITEN

Als es richtig schlimm wurde, checkte ich es das erste Mal annähernd; nein ich checkte es noch lange nicht, aber ich begann mir Gedanken zu machen bzw. zu hinterfragen (was ich ja letztlich sehr gerne tu‘ – grübeln ist ganz meins 😉 ) was das ALLES denn um Himmels Willen mit meinem Leben zu tun und was es denn soll…

Diese Zeit durch die wir alle (durch)müssen, hat auch gute Seiten F. UDZ, SD

Nächtliche Schweißausbrüche – verdammt – gepaart mit Schlaflosigkeit, oft tieftraurige Phasen, um relativ kurz / schnell darauf wieder absolute Glücks- oder zumindest Zufriedenheitsmomente und dann noch Haarausfall en masse und dazwischen Tage, an denen ich ohne jegliche körperliche Anstrengung, ja auch ohne geistige 😉 mitten im Office in Schweiß ausbreche – verdammt zum Quadrat… Tja ahnt oder wisst ihr es gar schon ? – Nein, na gut, ihr seid zu jung, zu wenig mit der Materie vertraut oder auch ganz einfach so gut über den Wechsel (lat. Klimakterium) gekommen… dass ich euch doch tatsächlich sehr beneide. denn alles, was ich derzeit durchmache ist – erwiesenermaßen – eine „Sache“, die relativ viele von uns, also zumindest angeblich mehr als zwei Drittel aller Frauen durchmachen. Und ich wähle bewusst dieses Wort: denn es ist eine Phase im Leben einer Frau, die man einfach – sofern nicht durch irgendwelche medizinischen Eingriffe (z.B. Entfernung der Gebärmutter vor den Wechseljahren) oder auch Gabe von Hormonen davor oder auch Anomalitäten – DURCHMACHT / DURCHSTEHEN muss, denn man kann schwer davon rennen. Man kann sich ja nicht umbringen (jaja selbst solche Gedanken kommen einem… denn auch die nicht so „guten Tage“- und die sind schlimmer als die schlimmsten „Tage“ oder auch jene v o r den Tagen“ jemals waren -glaubt mir!), irgendwie muss man / hihi natürlich „frau“ da durch.

Was ich jetzt auf keinen Fall möchte, ist, euch irgendeine Angst zu machen. Was ich aber möchte, ist euch zu sagen/schreiben, was es alles mit einem machen kann. Was es anstellen kann, wenn man wie ich – völlig unvorbereitet – die „Tage“ hatte ich durch eine (zu) lange Tragedauer der Spirale nämlich ohnehin schon lange nicht mehr – von dieser Entwicklung eingeholt / heimgesucht wird.

Und selbst wenn man – wie manche – bereits ein wenig darauf wartet bzw. sich überlegt, dass es nun doch vom Alter oder was auch immer her nun bald „soweit“ sein könnte, wird es einen treffen und man wird dieser Zeit nicht einfach nur begegnen und sie mehr oder minder gut überstehen können, nein sie wird einen ereilen mit allen, die dazu gehören wie einstmals in der Pubertät, die allerersten Tage (Menarche). Heutzutage leben wir in aufgeklärten Zeiten, auch ich wurde schon frühzeitig von meiner Mutter darauf aufmerksam gemacht: „wenn du einmal aus der Scheide blutest, ist das ganz normal und wahrscheinlich hast du auch etwas Bauchschmerzen und vielleicht ist dir auch noch ein wenig übel“, was dann tatsächlich so war. Aber, was nun eben das Gegenteil davon, nämlich nicht mehr das Erwachen der Geschlechtsfähigkeit, betrifft, war ich doch überrascht, schockiert und brauchte (m)eine Zeit, um zu begreifen und anzunehmen.

(Dabei bin ich ein großer „Annehmer“, ich meine damit jemand, der sich gerne auch auf neue Situationen einstellt und sagt, wenn das nun so ist, dann ist das so und wir werden mit der neuen Situation diese natürlich berücksichtigend und einbeziehend damit umgehen.)

Doch das, was da auf mich traf bzw. ich auf es, nein eigentlich müsste ich ihn schreiben, heißt ja auch DER Wechsel, war wirklich eine echte Herausforderung (ist es übrigens nach wie vor 😉 )

Andererseits: Im (Schul-/Fach)buch steht ja auch, dass es bereits im Alter ab 40(!) Jahren zu den ersten diesbezüglichen Veränderungen im Körper kommt. Naja… theoretisch leicht zu begreifen, dies aber auch mit allen Facetten und in allen Nuancen zu erfassen – dazwischen liegen Welten.

Was man allerdings tun kann und ich tu‘ und üb‘ es täglich, ja nahezu stündlich: sich anfreunden mit der Thematik, die einen länger begleiten wird, sie annehmen, offen damit umgehen. Den Schweißausbruch mit anschließend (leider auch oft) hochrotem Kopf einfach weglächeln, sich Luft zufächern und ein Glas Wasser trinken. Psychisch vielleicht auch sein Mantra herunterbeten/-sagen: ES GEHT VORBEI, es dauert NICHT EWIG... oder was immer einem guttut tun.

Und ich weiß das alles klingt jetzt so ein bisschen nach „locker-flockig“ und vielleicht auch ein wenig nach: DU kleines Hascherl… das wird schon wieder! Aber nein, das ist es keinesfalls, nur: nachdem es ohnehin wenig Alternativen gibt als sich sozusagen „zu stellen“ ist es doch besser das Ganze positiv zu sehen und auch dazu zu stehen als sich in sein Schneckenhaus aus Frust und UNlust zurückzuziehen… wobei wenn wir da grad bei der Lust bzw. Unlust angelangt sind: Verhütung kann noch immer notwendig sein. Seine Tage nicht zum geplanten Zeitpunkt zu bekommen, bedeutet nicht, dass es endgültig vorbei ist mit Fruchtbarkeit und all den Dingen die uns durch die letzten 30/35 Jahre begleitet haben, wenn auch die Wahrscheinlichkeit auf natürlichem Weg schwanger zu sein, nur mehr sehr, sehr gering ist. Natürlich sehnt man auch schon die Zeit herbei, wo nun wirklich nix mehr passieren kann, NIE mehr.

Und weil wir grade so beim Thema sind: Auch der Frust mit der Lust kann und wird kommen. Nämlich spätestens dann, wenn unser Köper auch nicht so reagiert/so will, wie unser Herz/ unsere Seele vielleicht gerade möchte. Ein bisschen Wein oder eventuell auch etwas, das wir vielleicht bei unseren „ersten Malen“ verwendet haben, ist mituner auch jetzt wieder sinnvoll: Keine Frau sollte sich heutzutage mehr Gedanken machen müssen, wenn sie ein Gleitmittel/-gel kauft – sonst soll halt er es besorgen. 😉

falten… die haut wird trockener, nur eine von vielen ALTERSerscheinungen

Tja und wann und wo und auch wie immer ich es drehe: und das müssen wir uns auch vor Augen führen: es ist eine einmalige Zeit, eine Zeit, die wir mehr genießen denn ablehnen sollten. Eine Zeit, die wir genau einmal im Leben durchmachen und durch die wir auch müssen, die aber dann auch (unwiederbringlich) vorbei sein wird. Die Tage, wo wir morgens völlig schlecht drauf fast heulend (wie früher oft vor den bzw. während der Tage) nur wenige Stunden später wieder fröhlich sind, es sein können und wo wir eine „ruhige“ Nacht zu schätzen, wissen, wo wir uns endlich wieder mal beim Sport oder so (siehe voriger Absatz 😉 )soo ausgepowert haben, dass der Schweißausbruch (natürlich) kommt.

In diesem Sinne wünsche ich euch

WUNDERbare (WECHSEL)Jahre, die euch bestärken, dass wir Frauen einfach wirklich was ganz besonderes und EINZIGartiges sind

XOXO

Ulli

PS: Der Weg zum/-r (Haus-/Fach-)Arzt/Ärztin sollte bei Bedarf natürlich nicht gescheut, auch eventuelle Gaben von Medikamenten – egal, ob verschreibungspflichtig oder rezeptfrei (!) – unbedingt mit diesem/-r abgesprochen werden.


I can fly … „what if I fall, but what if you fly…!“ (Erin hansen Quote)

3 Gedanken zu “Im WECHSEL der ZEITEN

  1. Ich möchte mich Rosella anschließen. Du hast wirklich ein Schreibtalent, liebe Ulli!
    An mir sind die Wechseljahre fast unbemerkt vorbei gegangen, ich Glückspilz! Mir haben immer meine Kolleginnen leid getan, die plötzliche Schweißausbrüche bekamen. Halte die Öhrchen steif!!!
    Alles Liebe
    Reni

    Gefällt 1 Person

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