…und wofür „(b)rennst“ DU?

Er brennt fürs „Radeln“ (Foto: philfreud)

So ähnlich habe ich euch das vor kurzem auf Instagram gefragt. Und da kamen Antworten wie, „Fürs Rennen“ oder auch „Radeln radeln radeln“ 😉 bis zum „Kochen“ – um bescheiden nur ein paar wenige zu nennen. Eines hatten sie wohl alle gemein(sam): sie beschrieben aktive Tätigkeiten,  die fernab  jeglicher berieselnder Tätigkeiten, wie etwa TV schauen etc. sind. Schön, oder? Und der Neben- nein vielleicht sogar Haupteffekt: Sie beschrieben  gerade die Dinge, die selbst ausgelöst – also aktiv (!) unser Herz höher schlagen lassen, beim Rennen freilich im wahrsten Sinn des Wortes, also etwas auslösen, das etwas mit uns, unserem Inneren macht – ähnlich einer höheren Macht 😉

Für etwas Brennen impliziert freilich auch, dass es etwas gibt, das wir mit einer gewissen Leidenschaft verfolgen. Natürlich kann man für seine Flamme brennen. Sorry, die jüngeren unter euch werden mit der etwas altmodichen Schreibweise vielleicht nicht ganz klarkommen. Gemeint ist hier freilich nur, dass man auf die Frau / den Mann, auf die / den man steht, voll abfährt. In den nachfolgenden Zeilen ist aber wohl eher etwas, eine Sache gemeint. ZB. irgendein Sport, ein Hobby – etwas, das man nicht bloß gerne macht, sondern das einem oft schier den Verstand rauben könnte. 

Wer sich gern draußen in der Natur bewegt, zB gern auf Berge kraxelt, geht wohl dabei auch mitunter an seine Grenzen. Spürt, dass er sich wohl auch in der Ausübung seines geliebten Sports auf ein durchaus unsicheres Terrain begibt. – „Gehört dazu“, werden die einen sagen, dass die ja lebensmüde seien, die anderen. Egal was das in diesem Zusammenhang bedeutet, es ist diese Herausforderung, die man sucht, die einem offensichtlich erst den richtigen „Kick“, der das Leben spannend macht, gibt. 

Wer bloß gerne in der Küche steht und dort Stunde um Stunde verbringt, um genau das, was ihm in seinen kreativsten Träumen so vorschwebt zu realisieren, lebt zwar weniger gefährlich, aber genauso „brennend“ für seine Sache, es bedeutet ihm aber wohl genauso viel wie dem anderen der Berg bzw dessen Bezwingung.

Mir ist das jetzt freilich bewusst, dass hier der Bogen wohl viel größer / weiter nicht gespannt werden dürfte – ähnlich dem Bogen bei der Zieleinfahrt in Schladming von der Planai (Abfahrt, Slalom was immer gerade abgeht 😉 . Allein: Die Intensität, wie sehr wir für etwas brennen, kann nicht davon abhängig gemacht werden, wie gefährlich, atemberaubend oder auch einfach nur kreativ etwas ist, sondern viel mehr, wie sehr es uns prägt, ja Einfluss auf unser Leben nimmt. Da kann und darf durchaus auch so etwas normales wie „leidenschaftlich (gut) kochen“ sein.

Deshalb ist es mir auch wichtig zu betonen, dass die Art und Weise, wie man an das jeweilige, das einem dieses Brennen, diese Leidenschaft vermittelt, herangeht, eigentlich der Schlüssel zu vielem ist. Während nämlich – wie ich mir sicher bin – in vielen von uns etwas schlummert und oft auch erst geweckt werden muss, ist es bei den Menschen, die dies bereits tun, eine immer wiederkehrende Art, sich das Leben damit auch ein bisschen lebenswerter zu machen. Es ist letztlich auch genau das, was auszugleichen vermag: einen mitunter monoton erscheinenden Alltag, Leerläufe, Zeiten der Fadesse (um nicht zu sagen Tristesse); es ist das, was vielen von uns zeigen kann: ja darin bist du gut, richtig gut, weil du es gerne machst… 

Hallo, ihr da draußen alle miteinander: Habt ihr euch schon gefragt, was es eigentlich bei euch ist, was ihr „von ❤ en gern“ tut, oder auch davon träumt, was es ist, das euch ein bisschen intensiver als im „Normalgang“ das Leben spüren lässt? Und wenn ihr morgen früh eine Staffelei kaufen geht und Pinsel und Farben oder einen Blog startet oder oder oder – whatever? Hört in euch rein, spürt nach und entdeckt in euch die Leidenschaft, die keine Leiden schafft, sondern tolle Minuten, Stunden, Tage beschert, die euch zeigen, dass dieses Brennen, dieses innere Feuer, in eigentlich jedem von uns steckt – für… irgendwas bestimmt! Tut es!

Xoxo

Ulli (burning like fire fürs…*)

*habt ihrs schon erraten oder überlegt ihr noch? Schaut euch doch mal diesen Blog an und ihr werdet es sicher entdecken und vielleicht noch etwas mehr!

Fotos: Stephi Drexler, Ulrike D.-Zack, philfreud

2 Gedanken zu “…und wofür „(b)rennst“ DU?

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