…und der Fluss heißt Ljubljanica

Ljubljanica mit Blick in richtung „triple Bridge“   alle Fotos: Stephi Drexler und Ulrike D.-Zack

Einmal Laibach und – am liebsten nicht mehr, aber leider dennoch – wieder zurück. Es war wieder einmal Zeit für ein echtes familygoal. Will meinen, wir wollten gemeinsam verreisen: kurz und effizient – sprich mit vielen schönen Erinnerungen, von denen man länger zehren kann. Am besten gleich bis zur nächsten Reise.

Gemacht haben wir  – aus hier nicht näher erläuterten Gründen 😉 – die Anreise per Auto von Graz aus und jene mit (Flix)Bus von Wien  aus.
Und so ging es an einem schönen Spätherbst-Freitag von Graz bzw. Wien nach Ljublijana, die Hauptstadt (des an die Steiermark grenzenden und deshalb auch) benachbarten Sloweniens. Eine Stadt ungefähr so groß wie Graz mit einer Uni und natürlich einem Parlament und ansonsten sehr lieb und – Gott sei Dank (also ich mag solche Städte!) überschaubar und durchaus gut an einem Weekend zu erkunden.

Weil wir nie, aber überhaupt nie auf „Städtführer“ und ähnliches hören bzw. uns ihrer VOR dem ersten Stadtrundgang bedienen, ging es wieder mal der Nase nach und daher landeten wir auch rund fünf Gehminuten von unserem Quartier entfernt gleich einmal am Markt.

Die liebevoll gestalteten Brücken, die in der „Innenstadt“ großteils den Fußgängern vorbehalten sind, ähneln ebenso Graz. Was anders ist (und natürlich gleich positiv auffällt): Sowohl direkt am linken als auch am rechten Ufer des (übrigens sehr treffend bezeichneten) Flusses Ljublijanica gibt es zahlreiche Lokale – vom schicken Cafe bis zum Restaurant -, die nicht nur gerne von Touris (wie ja auch wir es hier sind) bevölkert, sondern anscheinend auch sehr gerne von Einheimischen aufgesucht werden. Und so ist das Stimmengemurmel slowenisch deutsch und natürlich auch ein bisschen von allem. DAS liebe ich: mich gleich ein bisserl zuhause, ein bisserl heimisch fühlen und doch auch noch ein bisschen fremd – gerade so, dass ich weiß, dass es hier vieles zu entdecken, ja eine neue Stadt zu erobern gilt.

Today’s travel-adventures are tomorrow’s best memories

Ohne jetzt auf die einzelnen Stationen näher einzugehen, darf an dieser Stelle festgehalten werden, dass man es weder schafft diese Stadt in einem aufzunehmen, ja das Flair dieser Stadt aufzusaugen, noch das Gefühl missen möchte, hierher unbedingt nochmals zurückkehren zu müssen, um eben noch das und das und dieses und jenes zu sehen zu besichtigen oder aber auch nochmals genauer unter die Lupe nehmen wollen zu.

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Nachdem unser großes Mädchen, das „Wiener Kind“, nun endlich nach einer rund fünfstündigen Busfahrt (mit FlixBus einem kurzen Zwischenstopp aber ohne Umsteigen; Kosten: rd. 35 €) am Abend zu uns gestoßen war, drängte es uns zum Abendessen. Gott sei Dank gibt es hier neben Self-Service-Läden etc. auch gute Lokale, wo man ein ganz normales Abendessen zu einem durchaus adäquaten Preis zu sich nehmen kann. Wir drei – allesamt sehr italophile Typen, naja zumindest kulinarisch! – fanden hier von Pasta über Pizza bis zu Gnocchi echte Gaumenfreuden.

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Der Abend verlief aufgrund des doch recht anstrengenden ersten Tages eher ruhig, wobei wir auch ein Glück mit unserem Quartier hatten… dies auch deshalb, da ja am übernächsten Tage der „Ljublijana-Marathon“ stattfand und daher in der Stadt um einiges mehr los war als sonst. Was wir am nächsten Tag aufgrund einiger Bewerbe und den damit verbundenen Straßensperren auch live erlebten und das uns letztlich auch dazu veranlasste, Laibach am letzten Tag früher als ursprünglich geplant zu verlassen und dann noch die schöne Stadt Marburg (einmal mehr) zu besuchen… aber das ist wiederum eine andere Geschichte.

Doch nun nochmals zurück zu unserem eigentlichen ganzen Sightseeing-Shoppingbummeltag, den wir bereits am Morgen mit einem kleinen (für mich wars schon nahezu sportlich!) Fußmarsch zur Burg begonnen haben – unbedingt und nahezu bei jedem Wetter lohnenswert! Erstens bekommt man einen tollen (Über-)Blick über die gesamte Stadt plus Umgebung und zweitens sind die schönen Wege allein schon ein echtes „Goal“ 😉 Wer’s lieber ganz bequem mag, fährt mit einer zahnradgondelbahn um ein paar Euro in kurzer Zeit hinauf, was einem natürlich auch den Stolz über die zurückgelegten Höhenmeter nimmt…

Nun, endlich wieder in der Stadt angekommen, empfiehlt es sich freilich, sich auf den üblichen etwas ausgelatschten Touristenpfaden zu bewegen, weil man so am meisten sieht. Allerdings: Wir hatten insgesamt zwei mal das „Pech“, Straßen/Kreuzungen aufgrund der Marathonvorbereitungen bzw. der am Samstag bereits ausgetragenen Kurzbewerbe nicht passieren zu können, was im Endeffekt gar nicht so blöd war, da wir so in Gässchen gerieten, die wir andernfalls vermutlich versäumt hätten. Jedenfalls besichtigungs- und beGEHENswert sind die verschiedenen Brücken  – von der Drachen- bis zur Schusterbrücke. Hier wurden wir nicht nur beim zweiten Abendessen auf der Suche nach einem Lokal, wo es sowohl Burger als auch Mediterranes, wie Risotto etc. gab, fündig sondern auch gleich nach einer Art Bar, wo wir uns einen sogenannten Absacker als Schlummertrunk zu uns nahmen.

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Alles in allem haben wir neben drei vollen Shopping-Bags – vom Kleid (für mich!) über eine Lederleggings bis zu Pullis – viele schöne Erinnerungen mitgenommen, darüber hinaus auch die Gewissheit, hierher zurückzukehren, um sich diese Stadt vielleicht gar im Frühjahr oder Sommer noch genauer unter die Lupe zu nehmen.

Fazit: Tolle Stadt, preislich durchaus adäquat, (mein geliebter) Kaffee gut und billig, Leute freundlich und  Sehenswürdigkeiten wie auch Geschäfte sehenswert – für einen (verlängerten) Wochenend-Tripp also sehr empfehlenswert.

XOXO

Ulli

Weitere Fotos findet Ihr wie immer auch auf meinem Instagram-Account

https://www.instagram.com/ullis_multicoloredlittleworld/

2 Gedanken zu “…und der Fluss heißt Ljubljanica

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