Sonne, Wind und Vitamin Sea – auf einen Sprung nach Marano Lagunare

il torre marano lagunare
Il torre, Wahrzeichen und prägnante Sehenswürdigkeit in Marano Lagunare, Fotos: Ulrike Drexler-Zack, Stephi Drexler

Stellt euch vor, eine ganz neue Seite an mir konnte ich selbst kürzlich entdecken: ich hab mich nicht nur mit einem Menschen, nein ich hab mich mit der Welt versöhnt! Im übertragenen Sinn freilich; geholfen haben mir dabei ein bisschen Sonne, ein bisschen Wind und freilich gar nicht so wenig „Vitamin Sea“… wir waren in Italien, genauer im entzückenden Fischerstädtchen Marano Lagunare und in Grado, was man wohl nicht näher erklären braucht…Zu Ostern ging es bereits frühmorgens an die oberitalienische Adriaküste, aber nicht wie viele jetzt denken könnten, in die berühmt-berüchtigten Badeorte, nein: wir fuhren nach Marano Lagunare. Während ich ja grundsätzlich immer wieder – gerade beim Reisen – den Spruch „Der Weg ist das Ziel“ vor Augen, und vor allem im (Hinter-)Kopf hatte, wollten meine beiden Damen natürlich wieder mal nix wie ankommen. Und so musste mein erster Italien-Cappuccino auch warten, bis wir im entzückenden und hinreißenden Marano Lagunare nach etwa 3, 3/4 stündiger Fahrt, die wir in Graz angetreten hatten, angekommen waren. Bereits in einem guten Mittelklassehotel eingecheckt begaben wir uns auch rasch auf Erkundungstour.

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Davor wussten wir nur: es ist ein Fischerstädtchen, es gibt KEINEN (Sand-)Strand und wir wollen gut essen, ich auch unzählige Cappuccini und Lattemachiati schlürfen und natürlich auch schöne Stunden an der hoffentlich wärmeren Luft verbringen. Nun, wir sollten in allem recht behalten und darüber hinaus noch etwas mehr entdecken. Nach chilligem Cafébesuch mitten auf der Piazza (für einen exquisit schmeckenden Cappuccino und 2 Soft-Drinks 6 € zu bezahlen überraschte mich per se schon!) und kurzem Hafenrundgang entdeckten wir, was wir davor nicht gewusst hatten: ein Naturreservat (Riserva Valle Canal Novo).

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Neben ganz normalen Besuchern so wie wir welche waren fanden sich Vogelkundler und anscheinend auch deshalb angereiste Touristen, pardon vielmehr Ausflügler, ein, die bewiesen, dass es hier wohl mehr als nur einfach natürlich schön ist. Zumal wir werden der Flora noch der Fauna besonders (und ich betone dieses „besonders“ deshalb, weil es für uns dennoch ein lohnender schöner Besuch war. Und man auf dem Areal auch wirklich gut essen kann. Nämlich in einem Lokal namens „Oasi“, dessen Speisekarte nicht riesig , dafür aber die Qualität ausgezeichnet ist und für uns an einem Tag, an dem noch ein ausführlicheres Abendessen am Programm stand, mehr als ausreichend war. (Zur Info: Hier wird man nicht „schief“ angeschaut, wenn man eventuell nur ein Gericht aus den „Primi Piatti“ wählt…).

Nach einer weiteren Einkehr zum Gelatischlecken und einem ausführlichen Stadtrundgang ging es in unser zentral gelegenes Hotel, das uns sowohl WLAN, einen Gratis-Parkplatz als auch ein sensationell gutes Frühstücksbuffet bot. Ein bisschen „Chillen“ und verschönern etc. war nach einem langen Tag, der zu ca. 70 Prozent an frischer Luft verbracht worden war, angesagt bevor es zum Abendessen ging.

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Was übrigens hier und jetzt noch nicht gesagt wurde, aber gesagt werden muss: Wir fanden uns sowohl in der Stadt als auch in den  meisten Lokalen fast immer vorwiegend unter Einheimischen wieder – entweder es lag an der Jahreszeit und war daher für Touristenströme noch zu früh oder aber dieses kleine Juwel ist immer noch recht unentdeckt – warum auch immer… wir genossen es!  „Buona Sera“ hieß es für uns am Abend des Ostersonntag nun auch im „Al Vigneto“ in der Via Udine, nur unweit von unserem Hotel, das übrigens auch ein gute Speisekarte geboten hätte, allerdings suchten wir nach etwas noch ursprünglicherem und fanden es auch in diesem wirklich ausgezeichneten Lokal, das ich nur wärmstens empfehlen.

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Hier kocht „la mamma“ noch selbst, während „la nonna“ aufs Kind schaut. Nur kurz nach der Bestellung wurde uns ein ausgezeichneter Vorspeisensteller (Antipasti) serviert und wiederum nach kurzer kaum als Warten empfundener Zeit unsere Hauptspeisen, allesamt typisch italienisch – von Gnocchi (per la signora Antonia) über schwarzes (!) Risotto mit Spargel und Gamberetti (per me) bis zu Tortellini für StephaniA – hier darf es ausnahmsweise mal übersetzt sein. Für jegliche dolce waren wir allerdings dann doch zuuu satt, nahmen uns diese aber für weitere Besuche von Marano Lagunare vor 😉 – also zumindest mal ich. Wer übrigens gerne die Stille solcher Städte in der kühleren Jahreszeit genießt, kann sich sicher sein: ein offenes Hotel findet man allemal, die Frage ist eher, ob jemand für euch kocht… für diese Gelegenheiten ist die Wahl einer Ferienwohnung ideal und – wie ich leider genau einen Tag nach unserer Abreise aus Marano erfuhr, gibt´s im Umkreis von nur zehn Kilometern zahlreiche gute Trattorien, Fischlokale etc.

 

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Nachdem mein Herz in Marano Lagunare bereits aufgegangen war und ich vermutlich noch zwei, drei Tage hier verbringen hätte können, zog es die Mädels, pardon le ragazze natürlich, bereits voller Sehnsucht zum Strandspaziergang (hier auch mit ECHTEM 😉 Sand) nach Grado, das übrigens ca. eine gute halbe Autostunde entfernt ist. – Jaja, auf „google maps“ täuscht die Entfernung ganz schön… Wer übrigens im Sommer mal in der Gegend urlaubt, dem sei ein Bootsanreise von Lignano hierher geraten. Diese dauert ebenfalls ca. eine halbe Stunde, gibt aber weitaus mehr her als die Autofahrt. Es empfiehlt sich direkt beim Fährterminal die Abfahrtszeiten zu erfragen und direkt die Karte(n) kaufen.

Grado hat uns übrigens wieder alle drei begeistert und bot nebst wunderbarem Wetter und gutem Essen genau DAS, was in erster Linie meine Töchter vermisst und nun gefunden hatten: einen kilometerlangen Sandstrand… Was will man Meer, sorry in dem Fall natürlich mehr.

In diesem Sinn wünsch ich euch sonnengeküsst möglichst bald eine Dosis „Vitamin Sea“!

Xoxo

Ulli

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6 Gedanken zu “Sonne, Wind und Vitamin Sea – auf einen Sprung nach Marano Lagunare

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